Der Motocross of Nations (MXoN) ist ein Rennen der Fédération internationale de motocyclisme, das neben der "normalen" Motorrad-WM im Motocross-Bereich einmal im Jahr stattfindet, um einen Team-Sieger zu küren. Gestartet wird dabei in drei Leistungsklassen, die letztendlich in drei Rennen gegeneinander antreten. Sieger wird dabei das Nationalteam, das in der Summation der Ergebnisse die besten Platzierungen hatte.

Medizinische Absicherung

Nachdem 2012 der MXoN in Belgien ausgetragen wurde, fand er in diesem Jahr vom 27.-29. September auf der Motocrossstrecke in Teutschenthal (Saalekreis) statt. Für die medizinische Absicherung im Talkessel Teutschenthal ist die DRK-Grundorganisation Landsberg zuständig. Unsere Kollegen haben hier schon viele Motorradrennen abgesichert. Bei insgesamt 85000 Zuschauern und Teams aus 40 Staaten brauchte die GO Landsberg nun aber Unterstützung. 
So waren es auch Helfer aus dem Sanitätszug Saalekreis und seinem Umfeld, die nach Teutschenthal gefahren sind. Weiteres Personal kam aus angrenzenden DRK-Kreisverbänden und von der Ambulance Merseburg. Letztere kümmerte sich um die Zuschauer auf den Tribünen, während das DRK als Streckenposten für das Retten von verletzten Motorradfahrern zuständig war.

 

Ablauf

Bereits in der Nacht von Freitag zu Samstag waren zwei Helfer im Medical Center vor Ort, um bei Problemen im Fahrerlager helfen zu können. Während es im Bereich des Fahrerlagers vergleichsweise ruhig blieb, hatten die ansässigen Feuerwehren und der Rettungsdienst in den beiden Nächten im Bereich des Campingplatzes gut zu tun.
Am Samstagmorgen wurde die Nachtschicht ausgelöst und es begann die Aufteilung aller Hilfskräfte in Zweierteams. Diese besetzten die einzelnen Posten direkt an der Rennstrecke. Aufgabe war es, ausgerüstet mit Schaufeltrage und Notfallrucksack einen evtl. verunglückten Motorradfahrer von der Strecke zu retten. Hierbei wird das Rennen nur verlangsamt (gelbe Flaggen), aber nicht angehalten. 
Bei unserer Rennsportveranstaltung blieben die Unfälle meist harmlos, die meisten gestürzten Fahrer stiegen unverletzt wieder auf.
So verharrten wir bis auf eine Mittagspause an unserem Posten an der Rennstrecke bis am Samstagnachmittag alle Vorläufe durch waren. Ab 18Uhr übernahm wieder die Nachtschicht. Am Sonntagmorgen hieß es, sich bereits um 6Uhr in der Rettungswache einzufinden, um dann in Teutschenthal in gleicher Weise die Hauptrennen abzusichern.

Rennergebnis

Von den 40 gestarteten Teams konnten sich in den Vorläufen 19 für die Rennen am Sonntag qualifizieren. Im B-Finale am Sonntagmorgen hatte dann noch 1 Team die Chance auf die Teilnahme an den Hauptrennen. In diesen fuhren die einzelnen Leistungsklassen gegeneinander (MX1+MX2, MX2+MXopen und MX1+MXopen). Zum Schluss wurden die einzelnen Platzierungen eines Teams addiert, wobei die schlechteste Platzierung gestrichen wurde. Sieger wurde das Team mit der niedrigsten Punktzahl, also in der Summe mit den besten Platzierungen. Für Deutschland starteten Max Nagl (MX1), Ken Roczen (MX2) und Dennis Ullrich (MXopen). Wir holten im ersten Rennen 13 Punkte (Platz 2 und 11), im zweiten Rennen 1 Punkt (Platz 1 und 40 (gestrichen)) sowie 43 Punkte im dritten Rennen (Platz 4 und 39). Die schlechten Resultate mit Platz 40 und 39 betrafen Dennis Ullrich, der sich nach zwei Stürzen einen Rippenbruch zuzog. In der Summe erreichte Deutschland 57 Punkte und damit Platz 7. Somit konnten unsere Jungs ihren Titel als MXoN-Gewinner 2012 nicht verteidigen und mussten die Chamberlain Trophy an die Belgier weiter reichen.

Fazit

 

Es war ein spannendes, wenn auch organisatorisch nicht ganz einfaches Wochenende. Den Dank für die Unterstützung hat die GO Landsberg allen Helfern ausgesprochen. Auch unsere Zugführung bedankt sich bei allen Helfern, die an der Absicherung mitgewirkt haben. Und das schließt neben der Zeit an der Rennstrecke auch die Vorbereitungen (Rucksäcke kontrollieren und auffüllen) genauso wie die Nachbereitung (Fahrzeuge reinigen) gleichermaßen ein.